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Heft 22 wartet im Titelbeitrag mit den Ergebnissen der fundreichen Ausgrabungen in
Döbeln auf, die den Bauarbeiten zu „Karls Erlebnis-Dorf“ vorausgingen. Dort legte
man neben einer jungsteinzeitlichen Siedlung auch Befunde aus der frühen
Bronzezeit und dem ersten Jahrtausend n. Chr. frei. Das Neolithikum, insbesondere
die Bandkeramik, behandeln auch die anschließenden Beiträge etwa zu einem
weiteren Fundort in Döbeln oder in Mertitz, wo Hausgrundrisse ausgegraben wurden.
Weiterhin werden die beiden EU-Interreg-Projekte „Fragiles Erbe/Kruche
dziedzictwo“ und „ArchaeoTin. Archäologie im Welterbe – Zinnbergbaulandschaften“
vorgestellt. Wie üblich informieren das smac sowie die AGiS jeweils im
Jahresrückblick über ihre Veranstaltungen und auch die Forschungsgeschichte
kommt nicht zu kurz. Dabei steht zum einen die historische Dünnschliffsammlung des
Landesamts für Archäologie Sachsen im Blickpunkt, zum anderen Felsformationen in
der Oberlausitz. Letztere stellen nicht, wie lange angenommen, prähistorische,
sondern rein geologische Objekte dar. Ziel der diesjährigen archäologischen
Wanderung ist der Tafelberg Lilienstein im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen
Schweiz.